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Blog » Nationalparks in den USA - Der Südwesten

Die USA sind das Land mit den meisten, größten und eindrucksvollsten Nationalparks. Im Südwesten der USA befinden sich in den Bundesstaaten Utah, Arizona und Kalifornien insgesamt 17 Nationalparks. In diesem Artikel möchte ich die schönsten Nationalparks dieser Gegend vorstellen und Tipps für den Besuch geben.

Nationalparks im Südwesten der USA

Nationalparks im Südwesten der USA

Auf dieser Karte sind nur die hier vorgestellten Nationalparks eingezeichnet. Quelle: Kartenmaterial von Google Maps

Ein Wort zur Sicherheit

Vorab möchte ich Sie kurz auf die Gefahren in den Nationalparks hinweisen. Schließlich befindet man sich dort direkt in der Wildnis und nicht ohne Grund lautet ein Spruch dort: "Don't die out there!". Insbesondere sollte man sich vor einer Reise über Klapperschlangen, Skorpione, Flash Floods und Giftefeu (poison ivy) informieren. In der Wüste muss man zudem immer genug Wasser mit sich tragen (ja 1 Liter auf 2km ist teilweise sehr knapp kalkuliert). Des Weiteren hat man meist keinen Handyempfang, sodass man im Ernstfall auf sich selbst gestellt ist. Mit den richtigen Vorbereitungen und vor allem der richtigen Ausrüstung muss man jedoch keine Angst haben und kann einige der schönsten Orte auf der Welt in Ruhe genießen.

Canyonlands Nationalpark

Der Canyonlands Nationalpark liegt im Südosten von Utah ca. 60km von der Stadt Moab entfernt. Die Fahrtzeit dauert mit 40 Minuten aus der nächsten Stadt relativ lange, dafür bietet dieser Nationalpark sehr viel zu sehen. Der Park ist in drei Sektionen unterteilt: Island in the Sky, The Needles and The Maze. Die Island in the Sky Sektion lässt sich landschaftlich am besten mit dem Grand Canyon Nationalpark vergleichen. Das Gebiet liegt auf einem ca. 1800 m hohen Hochebene (Mesa). Die Straße durch Island in the Sky führt meist entlang des Rims. Im Osten sieht man am Horizont die hohen Gipfel der La Sal Mountains. Unbedingt sehenswert ist der Green River Overlook und der Mesa Arch. Der Mesa Arch ist ein 28 m breiter natürlicher Steinbogen (Arch) der direkt am Rim liegt. Jeden Morgen bietet sich dort ein eindrucksvolles Schauspiel, wenn die ersten Sonnenstrahlen vom Rim reflektiert werden und den Arch regelrecht glühen lassen. Der Green River Overlook ist einer der eindrucksvollsten View Points im Südwesten. Man blickt von der Hochebene auf das Soda Springs Basin; ein großes Plateau aus weißen Sandstein und dem Green River. Als Wanderung ist vor allem ein Besuch des Upheaval Dome und der False Kiva sehr interessant. Bitte beachten Sie, dass zur False Kiva kein offizieller ausgeschildeter Wanderweg führt. Die Neddles Sektion liegt südlich von der Stadt Moab und beeindruckt durch viele Felszacken. In dem Gebiet gibt es sehr viele interessante Wanderwege. Die Maze Sektion liegt sehr weit abseits und ist nur mit mehrtägigen Trekking zugänglich.


Arches Nationalpark

Der Arches Nationalpark liegt direkt bei Moab und ist insbesondere für die vielen natürlichen Steinbögen bekannt. Im Frühling blühen in dem Nationalpark zudem unzählige Blumen in den unterschiedlichsten Farben. Durch den Nationalpark führt eine Straße zu den Viewpoints und Trailheads. Besonders schöne Felsformationen sind der Balanced Rock, der Double Arch, der Landscape Arch und der Delicate Arch. Auch die Park Avenue direkt am Eingang ist sehr eindrucksvoll. Zum Wandern eignet sich insbesondere die Gegend um den Devils Garden. Da der Wüstenboden aufgrund einer biologischen Kruste sehr empfindlich ist, sollte man stets auf den Wanderwegen bleiben.


Great Basin Nationalpark

Der Great Basin Nationalpark ist der einzige Nationalpark im Bundesstaat Nevada. Auch wenn dieser Nationalpark etwas abseits der üblichen Routen liegt, lohnt sich ein Besuch. Der Nationalpark beginnt in einem Tal, wo es sehr trocken ist und die Vegetation hauptsächlich durch Wüsten-Beifuß (Sagebrush) geprägt ist. Eine kurvige Straße führt den South Snake Range hinauf auf über 3000m. Umso höher man kommt, desto grüner wird es. Am höchsten Punkt gibt es verschiedene Hikes zu kleinen Seen in denen sich der Wheeler Peak spiegelt und zu einem Wald mit tausend Jahre alten Bäumen (Bristlecone Pine Grove).


Grand Canyon Nationalpark

Der Grand Canyon Nationalpark liegt im Bundesstaat Arizona und ist wohl einer der berühmtesten Nationalparks. Die 6 bis 30 km breite und bis zu 1800 m tiefe Schlucht wurde über tausende von Jahren durch den Colorado River in das Gestein geschliffen. Beim ersten Besuch bleibt einem beim Blick in den weiten Canyon schlicht die Luft weg. Der Nationalpark kann am South Rim und North Rim besichtigt werden. Zahlreiche Viewpoints erlauben unglaubliche Blicke in den Canyon. Des Weiteren kann man am Canyonrand (Rim) entlangwandern. Eine Wanderung in den Canyon selbst sollte gut vorbereitet werden, da immer wieder auch erfahrene Wanderer beim Abstieg bzw. Aufstieg aufgrund von Erschöpfung und Wassermangel sterben. Wer etwas abseits der Touristen den Grand Canyon in Ruhe besichtigen möchte, der sollte den abgelegenen Toroweap Point Punkt anfahren. An dieser Stelle liegen die Canyon Wände sehr nah beieinander und gehen ohne Abstufungen senkrecht über 900 m direkt in die Tiefe. Die 240 km lange Strecke gilt als "Reifenkiller" und sollte am besten im Team mit zwei Allrad Fahrzeugen und je zwei Ersatzreifen pro Fahrzeug in Angriff genommen werden. Auf der Strecke gibt es keinen Handyempfang und man ist im Ernstfall auf sich selbst gestellt.


Zion Nationalpark

Der Zion Nationalpark ist mit einer zweistündigen Stunden Autofahrt von Las Vegas erreichbar. Der Nationalpark besteht aus drei Abschnitten: Kolob Canyons und Terrace, Main Canyon und Narrows und dem Upper East Canyon. Der Main Canyon ist geprägt durch einen relativ engen Canyon durch den ein idyllischer Fluss (der Virgin River) umsäumt von Cottonwood Bäumen fließt. Unzählige Wanderwege führen an verschiedenen Stellen den Canyon hoch, von denen der eindrucksvolle Arch Angel Trail ist. Ein weiterer schöner Wanderweg führt zu den Lower und Upper Emerald Pool. Zum Ende wird der Canyon immer enger bis die steilen Canyonwände direkt am Virgin River mehrere hundert Meter senkrecht in die Höhe gehen. Dies Narrows lassen sich am besten im Herbst erkunden, wenn der Fluss wenig Wasser führt. Entsprechende Ausrüstung wie Canyoneering Schuhe, Wanderstöcke und Drybacks lassen sich in verschiedenen Sportgeschäften in Springdale ausleihen. Der Upper East Canyon lässt sich am besten mit dem Auto erkunden und ist insbesondere wegen der Slickrock Formationen interessant. Auch hier gibt es unzählige Wanderwege zu erkunden. Schließlich gibt es noch den Kolob Distrikt, bei dem insbesondere eine Wanderung im Hop Valley und entlang des Left Fork des North Creek zur Subway interessant ist.


Bryce Canyon Nationalpark

Der Bryce Canyon Nationalpark liegt im Grand Staircase-Escalante National Monument. Entlang einer Abbruchkante stehen unzählige Hoodoos. Hoodoos sind kleine Felsnadeln die durch Erosion entstehen. Die größte Ansammlungen an Hoodoos befindet sich im sogenannten Amphitheater. Dort ist insbesondere der Sunrise und Sunset Overlook früh morgens beim Sonnenaufgang schön. Durch das Sonnenlicht von hinten und der Reflektion vom Rim fangen die Hoodoos regelrecht an zu glühen. Um dieses schöne Naturschauspiel zu fotografieren muss man die Hoodoos von dem oberen Viewpoints morgens gegen die Sonne fotografieren. Als Wanderungen bietet sich insbesondere der Queens Garden Trail und der Peekaboo Trail an. Wer den Canyon in Ruhe etwas abseits der Touristenmassen genießen möchte, sollte zum Fairyland Point direkt am Eingang fahren. Zwar ist das Gebiet etwas kleiner, aber mindestens genauso schön wie das große Amphitheater. In der Nähe des Bryce Canyon liegt zudem der Red Canyon.


Death Valley Nationalpark

Der Death Valley Nationalpark liegt in Kalifornien und besteht unter anderem aus einem ausgetrockneten See, der 86 m unter dem Meeresspiegel liegt. In dem Nationalpark sind insbesondere die Mesquite Sand Dunes sehr schön. Der Dantes View liegt auf 1669 m Höhe in den Black Mountains und bietet einen Blick in das Death Valley. Eine Fahrt zum Zabriskie Point bietet Ausblick auf bizarren Erosionslandschaften. Weitere unwirkliche Gesteinsformationen sind im Twenty Mule Team Canyon zu sehen. Abschnittsweise denkt man hier, dass man auf einem anderen Planeten ist. Weitere interessante Stellen die jedoch sehr abseits liegen ist der Racetrack Playa und die Eureka Sand Dunes. Vom einen Besuch des Nationalparks im Sommer ist aufgrund der hohen Temperaturen abzuraten. Teilweise müssen die Straßen gesperrt werden, da sonst die Reifen der Autos platzen.


Yosemite Nationalpark

Der Yosemite Nationalpark liegt in Kalifornien in der Sierra Nevada. Im Gegensatz zu den anderen beschrieben Nationalpark unterschiedet er sich insofern, dass er nicht in der Wüste liegt. Der Nationalpark kann in zwei Bereiche unterhielt werden. Den Tuolumne Meadows und dem Yosemite Valley, durch dessen Tal der Merced River fließt. Die Tuolumne Meadows liegen auf 2620 m Höhe. Von dort aus sind viele Wanderungen in das Hinterland möglich, wie der John Muir Trail. Das Yosemite Valley kann man am besten vom Tunnel View Point und vom Glacier Point überblicken. Am Merced River im Yosemite Valley führen unzählige schöne Wanderwege entlang. Des Weiteren ist insbesondere der Mirror Lake sehr schön, in dem sich der North Dome and Half Dome spiegelt.


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